Version 1.0 dieses Programms wurde 1998/99 als Diplomarbeit mit dem Thema Programmierung von Routinenachweisen im Spannbetonbau von Dipl. Ing. (FH) Harald Hucke und Dipl. Ing. Gerhard Pülz an der Fachhochschule Coburg entwickelt. Betreut wurde diese Arbeit von Prof. Dr. Ing. Stülb und Prof. Ing. Grossmann. Die aktuelle Version 1.3 stellt eine Weiterentwicklung dar.
Das Programm „SpannFix“ kann zur Berechnung und Dimensionierung von Spannbetonbauteilen, wie Fertigteilbindern oder Ortbetonbrücken herangezogen werden. Alle Berechnungen werden auf Grundlage der DIN 4227 und Änderung DIN 4227-A1 mit beschränkter Vorspannung durchgeführt. SpannFix besteht aus zwei unabhängigen Berechnungsmodulen:
Das Modul Einzelnachweis steht zur Berechnung der Nachweise Spannungsnachweis, Bruchsicherheitsnachweis, Nachweis zur Beschränkung der Rissbreite und Nachweis der schiefen Hauptspannungen in einem einzelnen Schnitt zur Verfügung. Mit dem Unterprogramm Querschnittswerte können Brutto-, Ideelle- und Nettoquerschnittswerte wie z.B. Querschnittsflächen, Schwereachsen, Trägheits- und Widerstandsmomente ermittelt werden. Weiterhin können für bestimmte Querschnitte auch statische Momente an beliebigen Stellen des Querschnittes ausgegeben werden.
Mit dem Modul Komplettnachweis können Binder und Brückenüberbauten berechnet werden. Binder werden als Einfeldträger in Sattel-, Pult- oder Parallelform ausgeführt. Als Querschnittsformen stehen I- oder T-Profile zur Verfügung. Für Binder ist Vorspannung mit sofortigem- oder nachträglichem Verbund wählbar. Brückenüberbauten können als Kastenträger, Plattenquerschnitt oder zweistegiger Plattenbalken ausgebildet werden. Als Tragsysteme stehen Ein- bis Vierfeldträger zur Auswahl. Für diese ist Vorspannung im nachträglichen Verbund vorzusehen. Im sofortigen Verbund werden die Binder für eine horizontal verlaufende Spannstahlgruppe berechnet. Diese kann aus beliebig vielen Spannstählen bestehen. Im nachträglichen Verbund hat der Ingenieur die Möglichkeit bis zu drei unabhängige Spanngliedgruppen zu definieren, die beliebig im Bauteil angeordnet werden können. Jede darf aus beliebig vielen Spanngliedern bestehen. Aus den eingegebenen Spanngliedführungen errechnet das Programm die Spannkraftverluste jeder einzelnen Spanngliedgruppe, sowie die Schnittgrößen aus Vorspannung Mv, Qv und Nv. Ebenso ermittelt SpannFix die für das gewählte System auftretenden Schnittgrößen Q und M aus Eigen- und Ausbaulast. Bei statisch unbestimmten Tragsystemen werden die Schnittgrößen nach dem Kraftgrößenverfahren ermittelt. Lediglich die Schnittgrößen für die ungünstigste Verkehrslast und gegebenenfalls Stützensenkung hat der Anwender noch einzugeben. SpannFix berechnet dann den Spannungsnachweis, Bruchsicherheitsnachweis, Nachweis zur Beschränkung der Rissbreite und Nachweis der schiefen Hauptspannungen in den Zehntelpunkten. Eine oben und unten liegende Schlaffstahlzulage (BSt 500 S) wird vom Programm mit in die Berechnung einbezogen. Die Endergebnisse werden übersichtlich für jeden Schnitt dargestellt.
Eine nähere Beschreibung des Programms finden Sie in der beigefügten Onlinehilfe [Vorschau]